KOMMUNIKATION

Kommunikation

In der Gesundheitsversorgung sind Verstehen und Verstandenwerden von zentraler Bedeutung. Die Kommunikationsfähigkeiten der Mitarbeitenden aller Tätigkeitsbereiche bilden eine wichtige Voraussetzung dafür, die richtigen Fragen stellen und effektiv zuhören zu können, und somit Missverständnissen vorzubeugen. Kommunikation mit fremdsprachigen Patientinnen und Patienten stellt eine besondere Herausforderung dar. In der Schweiz leben gegenwärtig etwa 200‘000 Personen, die weder eine Landessprache noch Englisch verstehen. Sie und viele weitere Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund haben Mühe, sich im Alltag sprachlich zurechtzufinden und benötigen Unterstützung, um komplizierte gesundheitsbezogene Erklärungen zu verstehen.

Um eine qualitativ gute Gesundheitsversorgung gewährleisten zu können, müssen Gesundheitsinstitutionen eine effektive Kommunikation zwischen allen Patientinnen, Patienten und dem Fachpersonal sicherstellen. Strategien, um Sprachbarrieren zu überwinden, beinhalten beispielsweise die Einstellung von Fachpersonal, welches dieselbe Sprache wie die Patientinnen und Patienten spricht, Zugang zu professionellen Dolmetschdienstleistungen vor Ort oder per Telefon, die Schulung und dadurch Befähigung mehrsprachiger Mitarbeitender zum Dolmetschen, die Nutzung von medizinischen Übersetzungstechnologien und der Einsatz von übersetztem Informationsmaterial. Damit diese Massnahmen greifen, müssen Institutionen eine Politik, Leitlinien und Weiterbildungsangebote entwickeln, welche klar stellen, wann und wo diese verschiedenen Ressourcen einzusetzen sind, um Sprachbarrieren erfolgreich zu überwinden.

Downloads