Universitäts-Kinderspital beider Basel UKBB

Universitäts-Kinderspital beider Basel UKBB

Universitäts-Kinderspital beider Basel
Spitalstrasse 33
CH-4056 Basel
Telefon: +41 (0) 61 704 12 12
www.ukbb.ch

AUFGABE DES UKBB
Das Universitäts-Kinderpital beider Basel (UKBB) ist ein eigenständiges, universitäres Kompetenzzentrum für Kinder- und Jugendmedizin sowie für Lehre und Forschung.

Unsere rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Abteilungen kümmern sich jedes Jahr um rund 6’700 stationäre Säuglinge, Kinder und Jugendliche und führen rund 82’000 ambulante Behandlungen durch. Das UKBB zeichnet sich durch unterschiedliche Spezialgebiete der hochspezialisierten Medizin aus.

Was im UKBB zählt

An erster Stelle steht für die Mitarbeitenden des UKBB der Respekt gegenüber dem Kind oder dem Jugendlichen und seinen Eltern.

Das UKBB sichert die bestmögliche Pflege und Behandlung und betreut die kranken Kinder ganzheitlich, alters- und entwicklungsgemäss. Unseren Mitarbeitenden ist es wichtig, in ihrer täglichen Arbeit eine kind- und elterngerechte Atmosphäre zu schaffen. Eine Grundlage unserer Arbeit sind die zehn Punkt der EACH-Charta für Kinder im Spital (European Association for Children in Hospital, 1988)

Gemäss seinem Leitbild hat das UKBB unter anderem folgende Ziele:

-Wir verpflichten uns zu einer umfassenden Betreuung der kranken Kinder und Jugendlichen im UKBB.

-Wir engagieren uns für eine wirksame Gesundheitsvorsorge.

-Wir stehen ein für eine qualitativ hoch stehende Lehre (Aus-, Weiter- und Fortbildung) und Forschung.

-Wir verpflichten uns zur Nachhaltigkeit, das heisst zur Balance von gesellschaftlicher Solidarität, ökonomischer Effizienz und ökologischer Verantwortung.

FACHKOMMISSION FÜR INTERKULTURELLE FRAGEN (FIF)

Im Herbst 2011 wurde im UKBB die Fachkommission für interkulturelle Fragen (FIF) gegründet. Sie ist ein von der Geschäftsleitung eingesetztes interdisziplinäres Gremium. Die FIF leitet Massnahmen ein, die den Zugang zu sowie die Qualität von Gesundheitsleistungen für Personen mit Migrationshintergrund ermöglichen und begleitet die Umsetzung dieser Massnahmen.

Die Fachkommission ist Teil des Aktionsprogramms des Projekts Migrant Friendly Hospitals, welches das UKBB im Rahmen seiner Allianz mit St. Gallen und Zürich (AllKidS) entwickelt.

Mehr zum Aktionsprogramm im Reiter „THEMEN“.

Rund 6700 Patienten aus fast 100 Nationen sind im UKBB jedes Jahr in stationärer Behandlung.
Über 80’000 Patienten aus durchschnittlich 140 Nationen werden jährlich ambulant und auf dem Notfall versorgt.
Kinder aus binationalen Ehen gehören im UKBB ebenso zu den Patienten wie Kinder aus Familien der traditionellen oder der neuen Migrationsgruppen. Entsprechend vielfältig sind Verhalten sowie Bedürfnisse und Erwartungen an das Spitalpersonal. Die Top 10 der Herkunftsländer waren Deutschland, Türkei, Italien, Kosovo, Mazedonien, Portugal, Sri Lanka, Eritrea, Serbien und Frankreich.

Das UKBB hat für das Projekt Migrant Friendly Hospitals im Rahmen seiner Allianz mit St. Gallen und Zürich (AllKidS) ein Aktionsprogramm entwickelt.

Im Fokus stehen dabei verschiedene Massnahmen zu verschiedenen Themen:

Strukturelle Anpassungen im Kinderspital: Gründung einer Fachkommission für interkulturelle Fragen im Herbst 2011
Optimierung der Dolmetschdienste: Präsentdolmetscher und nationaler Telefondolmetschdienst
Empowerment Patienteneltern: Erstellung mehrsprachigen Informations-Materials, um das Verständnis der Eltern zu verbessern
Schulung des Spitalpersonals: Sensibilisierung auf Themen mit Migrationsaspekten

Um eine gute Verständigung zu gewährleisten, werden bei Bedarf fremdsprachige Patienteneltern bei Gesprächen mit medizinischen Fachpersonen des UKBB durch professionelle Dolmetscher unterstützt. Fester Partner des UKBB für solche Dolmetscherdienste ist HEKS Linguadukt Basel.

Das UKBB stützt sich bei Bedarf in Gesprächen mit fremdsprachigen Patienteneltern auch auf den nationalen Telefondolmetschienst. Dieser ist rund um die Uhr verfügbar. Er kommt bei kurzen Abklärungen und in Notfallsituationen zum Einsatz, oder wenn kein Übersetzer vor Ort verfügbar ist.

Folgende Sprchen bietet der nationale Telefondolmetschdienst: Albanisch, Arabisch, Bosnisch, Kroatisch, Serbisch, Italienisch, Kurdisch, Portugiesisch, Russisch, Somalisch, Spanisch, Tamilisch, Tigrinya und Türkisch.

 

Das Personal des UKBB wird für Themen mit Migrationsaspekten in verschiedenen Schulungen sensibilisiert.

Ziele dieser Schulungen:

Das Spitalpersonal fühlt sich über wesentliche Aspekte von Migration und Gesundheit informiert und verfügt über einen professionellen Umgang mit soziokultureller Diversität bei Patientinnen/ Patienten, Eltern und Mitarbeitenden.
Wesentliche Aspekte von Migration und Gesundheit sind reflektiert.
Die Behandlungsteams fühlen sich über spezifische Aspekte von Migration und Gesundheit informiert und durch Fortbildungen in transkultureller Kompetenz in ihrem Berufsalltag unterstützt.
Die Mitarbeitenden der administrativen Patientenaufnahme fühlen sich über die relevanten Aspekte von Migration und Gesundheit informiert und durch Fortbildung zur Erfassung und Verwaltung von MFH-Daten befähigt.
Folgende Schulungs- und Informationsgefässe stehen zur Verfügung:

Informationsanlässe für alle Mitarbeitenden zu aktuellen Migrationsthemen (Herkunftsgebiet einer häufigen Patientengruppe, aktuelle Veränderung der gesellschaftlichen Situation, grundlegende Konzepte), z.B. Familien aus Eritrea, Sri Lanka, Heimweh, Kranksein in der Fremde, Lost in Translation.

Ganztägige Basisschulung Transkulturelle Kompetenz für Mitarbeitende mit Patientenkontakt :

Auseinandersetzung mit dem Kulturbegriff
Auswirkungen von Migration auf die Gesundheit und den Zugang zur Gesundheitsversorgung
Auseinandersetzung mit der Bedeutung von soziozentrierten und individuumzentrierten Familienstrukturen
Reflexion von Alltagssituationen und Fallbeispielen im Spital
Zusammenarbeit mit Heks Linguadukt und dem nationalen Telefondolmetschdienst
Hilfreiche Instrumente für die Zusammenarbeit
Jährliche Team-Kurzschulungen zu aktuellen Themen, z.B. Transkulturelle Anamnese und Demonstration des Telefondolmetschens

Fortlaufendes Training der Mitarbeitenden der Patientenaufnahme zur Daten- und Bedarfserfassung

Aufbau E-Learning: Transkulturelle Kompetenz, Schulungsvideos, Vernetzung externer Angebote

Das UKBB erstellt Informations-Material in den häufigsten Migrationssprachen, um das Verständnis der Eltern zu verbessern.

Beispiele dafür sind Informationen zum Vorgehen im Notfall (neben Deutsch verfügbar in Französisch, Englisch, Italienisch, Albanisch, Serbokroatisch, Türkisch, Portugiesisch und Tamil). Diese Informationen sind auch verfügbar auf der Webseite des UKBB.

Weitere Materialien in Migrationssprachen umfassen Informationen zu häufigen Eingriffen wie Gaumenmandelentfernung, Hodenhochstand, Leisten- und Nabelbruch oder Operationen der Vorhaut. Auch die Feedbackbögen, mit welchen die Eltern unserer Patienten den Spitalaufenthalt bewerten, sind in verschiedenen Migrationssprachen erhältlich.